Handhygiene: Händewaschen und Händedesinfektion. Hautpflege nicht vergessen

Handhygiene ist das Gebot der Stunde. Denn viele Infektionskrankheiten wie Erkältungen, Grippe oder das Coronavirus werden nicht nur durch Tröpfcheninfektion (Sprechen, Anhusten oder Anniesen) übertragen, sondern auch durch unsere Hände. Neben dem Händewaschen hat sich innerhalb kurzer Zeit die Händedesinfektion etabliert. Wirksam sind beide Methoden. Eine gute Hautpflege schützt die Haut vor Austrocknung und Irritationen und hilft, dass die Hautbarriere intakt bleibt.

Handhygiene durch Händewaschen mit Seife

Behüllte Viren, wie das Coronavirus, werden durch Händewaschen mit Seife neutralisiert. Handhygiene und regelmäßige Hautpflege gehören zusammen.

In Kürze

  • Regelmäßige Handhygiene ist eine wichtige Maßnahme zum Schutz gegen das Coronavirus.
  • Angezeigt sind Händewaschen, Händesinfektion und Einweg-Handschuhe.
  • Das Problem: die Entfettung der Haut und Beschädigung der Hautschutzbarriere.
  • Die Haut neigt zu Trockenheit, wird rissig, Infektionen möglich.
  • Krankheitserreger setzen sich fest oder dringen über Mikroläsionen in den Organismus ein.
  • Hautpflege hält die Haut geschmeidig und stärkt die Hautschutzbarriere.

Handhygiene: Entfernen von Keimen, Bakterien, Viren

Über unsere Hände befinden wir uns ständig mit der Außenwelt in Kontakt, aber auch mit Keimen, Bakterien und Viren: indem wir Türen öffnen, nach Kaffeekannen in der Firma greifen oder den Kugelschreiber des Kollegen nutzen. Besonders problematisch ist Händeschütteln. Auf diese Weise können Krankheitserreger von Hand zu Hand gelangen. Berühren wir danach mit unseren Händen das Gesicht, ist es für das Coronavirus ein Leichtes über die Schleimhäute von Mund, Augen oder Nase in unseren Organismus einzudringen und Infektionen auszulösen. Öfter die Hände zu waschen als üblich, ist jetzt angezeigt.

Gründliches Händewaschen

Um Krankheitserreger von Händen zu lösen, reicht Wasser alleine nicht aus. Seife jedoch gelingt es mühelos. Die meisten behüllten Viren, wie auch das Coronavirus, das aus Fetten (Lipiden), Eiweißen (Proteinen) und Erbinformation (DNA) besteht, werden von den Tensiden der Seife unschädlich gemacht.

Hinterfragen wir jedoch unsere Art Hände zu waschen: Gründliches Händewaschen Einseifen, meint das Reinigen von Handflächen sowie Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräumen, Daumen, nicht zu vergessen die Fingernägel – und dauert 20 bis 30 Sekunden, am besten mit handwarmem Wasser. Händewaschen wird durch sorgfältiges Abtrocknen der Hände, auch zwischen den Fingern, abgeschlossen.

Unsere Hände sollten wir im Laufe des Tages mehrfach mit Seife waschen, auch nach jedem Naseputzen, wenn wir nach Hause kommen, vor dem Essen, insbesondere auch vor dem Zubereiten der Mahlzeiten oder nach dem Kontakt mit Abfällen. Gründliches Händewaschen senkt die Anzahl der Keime auf ein Tausendstel und damit das Risiko einer Infektion durch die eigenen Hände bzw. die Weitergabe von Keimen dramatisch.


Händedesinfektion: optimal für unterwegs

Neben dem Händewaschen findet neuerdings auch die Händedesinfektion, die bislang nur zur Arbeitsroutine von Ärzten und medizinischem Personal gehörte, sehr breite Anwendung. Der Hauptbestandteil des Desinfektionsmittels, Alkohol, löst wie Seife die Lipidhülle des Virus auf und zerstört außerdem seine Proteine. Der Vorteil: Auch unterwegs, ohne Zugang zu Wasser und Waschlotionen, können wir die Hände keimfrei halten.

Desinfektionsmittel muss man wie Seife großzügig anwenden. Die Hände sollten überall benetzt sein. Außerdem ist es wichtig, das Hände etwa 20 Sekunden einzureiben. Die Hände werden wie beim Händewaschen bewegt, bis sich der Alkohol verflüchtigt hat.

Experten weisen darauf hin, dass Händewaschen mit Seife trotzdem effektiver ist. Im Unterschied zu Mitteln für die Händedesinfektion werden die Viren-Bestandteile bei der Seifeanwendung anschließend mit Wasser von der Hand gespült – auch andere Keime wie Bakterien oder Pilzsporen verschwinden.

Hygiene-Problem: Entfettung der Hände

Sowohl beim Händewaschen als auch bei der Desinfektion der Hände werden Hautfette aus der Haut herausgelöst. Vergleichbares gilt für das Tragen von Einweg-Handschuhen infolge des Feuchtklimas. Die Entfettung führt zu einer Schwächung der Hautbarriere. Trockener, rauer, nicht zuletzt rissiger Haut fällt es schwerer, Feuchtigkeit zu halten. Hautirritationen können Entzündungsreaktionen (Ekzeme) hervorrufen. Dermatologen empfehlen daher, die Haut der Hände nach jedem Waschen und Handschuhtragen mit einer geeigneten Creme zu pflegen. Bestimmte Pflegecremes können die Regeneration der Hautbarriere signifikant verbessern.


Vorsicht Virus-Infektionen

Neben der Tröpfcheninfektion über Atemwege und Schleimhäute bergen auch Kontakt-Infektionen über die Haut, insbesondere über die Hände, ein nicht unerhebliches Ansteckungsrisiko (perkutane Infektionen), wenn die Hautschutzbarriere, z. B. durch ein Ekzem, geschwächt ist.


Tagsüber Handhygiene. Abends Hautpflege

Sehr empfehlenswert sind Hautcremes mit hohem Fettanteil, da sie verlorene Hautfette ersetzen und die Hände mit Feuchtigkeit und Pflegestoffen versorgen. Der patentierte noreiz Wirkkomplex mit Thiocyanat in noreiz Rückfettende Intensiv-Salbe leistet noch mehr, weil er Reizstoffe neutralisiert und damit die Hautschutzbarriere stabilisiert. Abends aufgetragen leistet die Intensiv-Salbe von noreiz über Nacht einen wohltuenden Beitrag zur Regeneration der Haut und legt die Basis für effektive Handhygiene am nächsten Tag.