Juckende Haut? Cremen statt kratzen

Haut kratzen – darüber denken wir normalerweise nicht viel nach. Wir machen es einfach, z.B. wenn ein Insekt über die Schulter krabbelt: Das Wischen der Hand verjagt den Plagegeist. Ein leichtes Kratzen lässt den Juckreiz verschwinden. Das war’s. Kratzen wir uns aber dauernd – manchmal so stark, dass blutige Kratzspuren zurückbleiben -, haben wir ein Hautproblem: trockene Haut, gereizte oder entzündete Haut. Besser als Kratzen ist Cremen.

noreiz Medizinische Hautpflege lindert den quälenden Juckreiz – nicht nur bei Neurodermitis.

In Kürze

  • Juckende Haut ist oft Leitsymptom von Hauterkrankungen wie Neurodermitis; aber es gibt noch viele andere Ursachen.
  • Der Juckreiz lässt sich durch Hautkratzen kurzzeitig vermindern, aber nicht beseitigen.
  • Ständiges, intensives Hautkratzen schädigt die Haut sogar.
  • Infektionen führen zu Entzündungen und mehr Juckreiz.
  • Die Behandlung der Haut mit Medizinischer Hautpflege ist angeraten.

Haut kratzen auf Dauer keine Lösung

Erst kommt der Juckreiz, dann der Kratzreflex. Denn Kratzen mit den Fingern bzw. den Fingernägeln ist eine ganz natürliche Reaktion, zumeist eine unbewusste, um den Juckreiz loszuwerden. Ist der Juckreiz allerdings chronischer Natur schafft Kratzen nur eine kurze Erleichterung. Werden die Ursachen nicht behandelt, kommt der Juckreiz immer wieder zurück.

Ursachen für chronischen Juckreiz

Ein chronischer Juckreiz beginnt immer dann, wenn unsere Hautschutzbarriere durch innere oder äußere Einflüsse geschwächt ist. Zunächst gehen der Oberhaut Lipide (Hautfette) zwischen den Hornzellen verloren. Fehlt dieser Schutzfilm, wird dem Körper Feuchtigkeit entzogen. Die Haut trocknet aus, spannt, neigt zu Rissen. Trockene, rissige Haut schließlich ist das Einfallstor für Reizstoffe und Allergene, die den Juckreiz noch verstärken können.

Juckende Haut durch äußere Faktoren

Juckende Haut ist trockene Haut, z. B.  infolge niedriger Luftfeuchtigkeit – im Sommer durch lange Sonneneinstrahlung, im Winter durch geheizte Räume. Auch eine übermäßige Körperpflege ist als Ursache für trockene Haut zu nennen. Dabei sind es weniger die Seifen, welche die Haut angreifen, sprich entfetten und dehydrieren, es ist eher ein übermäßig langer Wasserkontakt beim Duschen oder Baden.

Juckende Haut bei Neurodermitis

Neurodermitischer Haut fehlen natürliche Hautfette, nicht zuletzt auch Feuchthaltefaktoren (Natural Moisturizing Factors). Infolge einer geschwächten Hautschutzbarriere ist die Haut bei Neurodermitis nicht nur trocken, sondern immer wieder auch stark entzündet.


Juckende Haut bei Diabetes

Die bei Diabetes mellitus zugrundeliegende Glukose-Anreicherung im Körper führt zu Stoffwechsel- und Durchblutungsstörungen – mit negativen Auswirkungen auf die Regenerationsfähigkeit der Haut. Die geschädigte Haut weist außerdem eine deutlich reduzierte Schweiß- und Talgdrüsenaktivität auf und kann daher nicht genügend Feuchtigkeit speichern; sie wird rau, schuppig und juckt.

Juckende Haut im Alter

Spätestens ab dem 30. Lebensjahr verlangsamt sich die Geschwindigkeit der Zellerneuerung. Da die Haut und das Unterhautfettgewebe insgesamt dünner werden, leidet die Fähigkeit, Feuchtigkeit bzw. Wassermoleküle zu binden. Ab dem 40. Lebensjahr produzieren die Talgdrüsen außerdem geringere Mengen an Hautfett.


Juckreiz ist kein Schmerz

Die Mechanismen, die den Juckreiz auslösen, sind noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass Hautjucken nicht über die Schmerzrezeptoren ans Gehirn gemeldet wird, sondern durch eigene Nervenbahnen. Ihre Aktivierung erfolgt durch Botenstoffe, wie z.B. Histamine. Es bestehen also getrennte Signalwege für Schmerz und Juckreiz.

Haut kratzen tut gut, aber …

Wenn die Haut juckt, überdeckt der durch Kratzen erzeugte Schmerz den Juckreiz. Sobald jedoch der wohltuende „Kratz-Schmerz“ nachlässt, wird der Juckreiz wieder spürbar. Das Problem: Hautkratzen schafft Erleichterung, beseitigt aber einen chronischen Juckreiz nicht. Immer stärkeres Kratzen schließlich verletzt die Haut bis in tiefere Schichten. Reizstoffe, Allergene oder Bakterien haben es nun leicht, unter die Haut zu gelangen. Entzündungen als Folge der körpereigenen Immunabwehr verlangen dann wieder nach verstärktem Kratzen: ein Teufelskreis.

Haut cremen statt Haut kratzen

Parallel zur Behandlung von Juckreiz-Ursachen ist es wichtig, den Juck-Kratz-Teufelskreis zu durchbrechen. Akute und dauerhafte Hautberuhigung mit geeigneten Pflegeprodukten (Creme, Lotion, Salbe) ist wohl die beste, weil nachhaltigste Strategie, um juckende Haut zu beruhigen und den Kratzreflex zu unterbinden.

Neben Lipiden, welche die Hautschutzbarriere reparieren, und  Feuchthaltefaktoren enthält der patentierte noreiz Wirkkomplex als einzigartiges Extra den körpereigenen Wirkstoff Thiocyanat. Dieser bindet Reizstoffe direkt dort, wo sie auftreten – ohne in die Zellen eindringen zu müssen und beugt so Hautreizungen vor.

Von Juckreiz Betroffene können mit noreiz akute Reizphasen besser überwinden und der Haut dauerhaft helfen, geschmeidig und glatt zu bleiben.



Quellen

S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie des chronischen Pruritus der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. In: AWMF online (Stand 05/2016)

Wedekind, Silke: „Schwere Niereninsuffienz: Wenn’s juckt, cremen statt kratzen“, in: ÄrzteZeitung (20.10.2014)

Thomas Werfel u. a.: Therapie der Neurodermitis. In: Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information [DIMDI] (Hrsg.): Schriftenreihe Health Technology Assessment. Band 46, 2006, in: portal.dimdi.de [PDF].