Hautbrennen, kennen Sie das auch?

Normalerweise fühlen wir uns wohl in unserer Haut. Manchmal aber bemerken wir ein Veränderung: wenn die Haut schuppt, ihre Geschmeidigkeit verliert oder plötzlich anfängt zu brennen. Hautbrennen geht oft mit Veränderungen der Hautoberfläche einher. Sind keine Veränderungen der Haut sichtbar, kommen innere Erkrankungen als Auslöser für Hautbrennen in Frage.

Immer nach dem Rasieren: Haut brennt am Hals, neigt zu Rötungen und Entzündungen.

In Kürze

Das Brennen der Haut geht prinzipiell auf zwei Ursachen zurück.

1. Die Haut reagiert auf äußere Einflüsse mit einem Schmerzsignal.

2. Das Hautbrennen als Missempfindung infolge einer Erkrankung.

Ursachen für Hautbrennen

Im Unterschied zum Hautjucken ist Hautbrennen eine Schmerzempfindung. Hautbrennen ähnelt einer Brandverletztung in abgemilderter Form. Das Risiko Hautbrennen zu erleben, ist häufiger als man denkt.

Sonnenbrand, nahe an einer Verbrennung

Der Sonnenbrand bzw. die Dermatitis solaris ist eine akute Entzündung der Haut, die durch zu viel Sonnenlicht bzw. UV-Strahlung verursacht wird und ist einer Verbrennung sehr ähnlich. Die Strahlenschäden betreffen in erster Linie die Oberhaut (Epidermis), können sich aber auch bis in die Dermis, der darunter liegenden Hautschicht, ausweiten.

Ein Sonnenbrand tritt ungefähr drei bis sechs Stunden nach der Strahleneinwirkung auf und klingt nach zwei bis fünf Tagen wieder ab. Um einen Sonnenbrand 1. Grades zu lindern, stehen gute Hausmittel zur Verfügung: 1. sollten die Betroffenen gerötete Hautareale kühlen. Bewährt haben sich feuchte Umschläge aus kaltem Kamillentee oder das Bestreichen der geröteten und brennenden Hautareale mit Joghurt oder Quark. 2. ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung angeraten, am besten in Form von Wasser, Tee oder Saftschorlen.


Warum brennt die Haut nach dem Rasieren?

Wenn die Haut nach der Rasur anfängt zu brennen, spricht man von Rasurbrand. Normalerweise tritt das Hautbrennen ein paar Minuten nach dem Rasieren auf und kann sich sowohl im Gesicht als auch anderen Körperregionen zu einem Hautausschlag entwickeln. Der Grund: Eine Rasur stresst die Haut.

Selbst scharfe Rasierklingen hobeln die obere Hornschicht der Haut ab und verursachen Mikroläsionen. Während sich eine robuste Haut nach dem Rasieren schnell regeneriert, neigt sensible Haut zum Austrocknen, was bei regelmäßigem Rasieren zu einer Schwächung der Hautschutzbarriere führt. Entzündungen, insbesondere auch Haarfollikel-Entzündungen werden wahrscheinlicher.


Allergene lassen die Haut brennen

Dringen Allergene, wie z. B. Pollen, durch die Hautschutzbarriere, reagiert der Körper mit der Ausschüttung von Histaminen. Die darauf einsetzende entzündliche Reaktion führt zu Hautjucken und Hautbrennen. Betroffene reagieren mit einem Kratzreflex, der oft wiederholt die Haut beschädigt. Speziell bei Neurodermitikern können Pollen das Hautbild verschlechtern und weitere Entzündungsschübe auslösen.

Grundsätzlich kann jeder Stoff zum Auslöser einer Allergie werden: Neben den Pollen von Gräsern und Blütenpflanzen, kommen auch Bienengift oder Tierhaare, Metalle wie Nickel oder Konservierungsstoffe in Lebensmitteln in Betracht. Hat das Immunsystem einmal allergisch reagiert, ist die Reaktion abgespeichert. Bei jedem weiteren Kontakt mit dem betreffenden Allergen kommt es sehr schnell wieder zu einer allergischen Reaktion.

Haut brennt im Winter

Bei der Berührung von kalten Gegenständen oder die Einwirkung von Wasser und Luft auf die Haut, können wiederum Histamine freigesetzt werden. Kälte bewirkt, dass sich die Haut rötet und anschwillt. Zunächst bilden sich rote Erhebungen auf der Haut, die an Mückenstiche erinnern. Wenn sich diese ausweiten, entstehen Quaddeln, die Haut beginnt zu jucken. Grundsätzlich ähneln die Empfindungen  einer Kälteallergie denen eines Kontaktes mit Brennnesseln.

Hautbrennen bei Berührung

Nicht zuletzt können Nervenschädigungen zu Hautbrennen führen. Oft schmerzt die Haut schon beim An- und Ausziehen von Kleidung. Mögliche Ursachen für eine Nervenschädigung ist z. B. eine Borreliose, eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird. Auch Diabetes mellitus ist als ein Auslöser für Hautbrennen bekannt (diabetische Polyneuropathie). Das Gefühl, dass die Haut brennt, stammt von der Schädigung der Nerven durch fehlende Glukose.

Behandlung von überempfindlicher Haut

Eine Nervenschädigung, die Hautbrennen verursacht, kann über mehrere Monate oder sogar Jahre hinweg Schmerzen bereiten. Hautbrennen als eines der Symptome einer inneren Erkrankung kann äußerlich nicht gelindert  werden. Missempfindungen infolge einer Borreliose zum Beispiel werden vom Neurologen mit Antibiotika behandelt.

Im Falle einer Hauterkrankung wie Neurodermitis, die zu Hautjucken und Hautbrennen führt, ist eine Behandlung mit geeigneten Cremes, Lotionen und Salben sehr sinnvoll. Die tägliche Pflege neurodermitischer Haut stärkt die Hautschutzbarriere nachhaltig. Der patentierte noreiz Wirkkomplex mit Thiocyanat bindet die Reizstoffe direkt dort, wo sie auftreten – ohne in die Zellen eindringen zu müssen – und beugt so Hautreizungen vor.

Auch im Falle eine Pollenallergie ist es entscheidend, die Hautschutzbarriere mit einer guten Medizinischen Hautpflege zu stärken, so dass am besten keine neuen Allergene unter die Haut gelangen.