Hautjucken – sinnvolles Warnsignal oder lästiges Übel?

Hautjucken wird zunächst von jedem als ein äußerst lästiges Übel erfahren, das uns unmittelbar zum Kratzen animiert. Das Hautjucken kann in unterschiedlicher Intensität und an verschiedenen Körperstellen aufreten. Aber warum juckt es überhaupt? Und ist ein Juckreiz gleich immer ein schlechtes Zeichen? Oder vermittelt uns der Körper damit wichtige Informationen? Warum Juckreiz entsteht und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.
Chronisches Hautjucken braucht medizinische Hautpflege

Hautjucken: keine große Sache, wenn es chronisch wird, kaum zu ertragen.
Unser Angebot: juckende Haut beruhigen.

In Kürze:

  • Hautjucken bzw. Juckreiz entstehen als Symptome einer Hautkrankheit oder infolge sehr trockener Haut.
  • Bei intensivem Kratzen kann es zu starken Hautschäden kommen.
  • Die Behandlung sollte darauf abzielen, den „Juck-Kratz-Teufelskreis“ zu durchbrechen.
  • So ist es möglich, Ruhe für die Haut zu schaffen.

Für unsere Urahnen war Hautjucken, Juckreiz, oder auch Pruritus genannt, ein sinnvolles Warnsignal, denn der Körper gab ihnen zu verstehen, sich zu kratzen bzw. über die juckende Haut zu reiben. Auf diese Weise entledigten sie sich ihrer Parasiten wie Läuse oder Flöhe. Im Laufe der Zeit, mit steigender Körperhygiene und entsprechenden Pflegeprodukten, hat dies sicherlich an Bedeutung verloren. Dennoch versucht der Körper uns noch immer etwas mitzuteilen, wenn er einen Juckreiz auslöst.

Ein Juckreiz entsteht als Reaktion der Immunzellen auf eine Stimulation von innen oder außen, zum Beispiel einer Hautirritation. Über Botenstoffe (u.a. Histamin) wird dann ein Signal an das Gehirn geleitet, welches wiederum als Schutzreflex den Befehl zum Kratzen entsendet. Das Kratzen ist in aller Regel aber eher kontraproduktiv. Eine Erleichterung wird nur kurzfristig erzielt, da der Schmerzreiz durch das Kratzen das Hautjucken nur kurz überlagert.


Warum entsteht Hautjucken? Was sind die Ursachen?

Direkte äußerliche Hautreizungen

Insekten und Parasiten gehören sicherlich zu den bekanntesten Auslösern eines Juckreizes. Hierzu zählen Bisse und Stiche durch Mücken und Flöhe. Besonders unangenehm ist der Befall durch die Skabies (Krätze) verursachenden Krätzmilben, die sich gerne zwischen den Fingern, den Zehen, unter den Achseln und im Genitalbereich einnisten.

Hautreizungen und Pruritus können auch durch Sonnenbrand oder dem Kontakt mit kratzigen Textilen, wie beispielsweise Wolle, entstehen.

Allergien und Unverträglichkeiten

Reagiert der Körper empfindlich mit Hautjucken oder Ausschlag, ohne dass ein bestimmter äußerlicher Reiz erkennbar ist, ist häufig eine Allergie oder Unverträglichkeit im Spiel. Der Auslöser bzw. das Allergen kann dabei sehr vielfältig sein. So könnte beispielsweise eine Nahrungsmittelallergie oder Sonnenallergie vorliegen. Die Einnahme bestimmter Medikamente löst bei manchen Menschen ein Hautjucken aus, das sich nicht speziell lokalisieren lässt, sondern als Juckreiz am ganzen Körper erfahren wird.

Was ist eine Allergie?

Bei einer Allergie reagiert unser Immunsystem überempfindlich auf bestimmte Substanzen bzw. Allergene, z. B. Blütenpollen. Die allergische Reaktion des Körpers macht sich bei einer Pollenallergie durch verschiedene Symptome bemerkbar: geschwollene Schleimhäute (Nase, Augen) und Juckreiz.

Hormonelle Veränderungen

Wenn der Hormonhaushalt sich verändert, dann kann es passieren, dass unser Immunsystem darauf mit Hautjucken reagiert, zum Beispiel während der Pubertät oder in den Wechseljahren.

Auch viele Schwangere beklagen ein Jucken am ganzen Körper. Dies ist ebenfalls häufig auf die Hormonumstellung zurückzuführen, die während der Schwangerschaft ganz normal ist. Spätestens nach der Geburt verschwindet der Juckreiz dann wieder. Dennoch sollte der Juckreiz von einem Arzt beobachtet werden, da andere Ursachen nicht ausgeschlossen werden können. Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie in unserem separaten Ratgeber Juckreiz in der Schwangerschaft.



Trockene, juckende Haut und Krankheiten

Eine Ursache für Hautjucken ist sehr oft sehr trockene Haut oder eine Hauterkrankung. Atopische Dermatitis (Neurodermitis), Psoriasis (Schuppenflechte) und Urtikaria (Nesselsucht) sind hier die bekanntesten. Bei diesen Hautkrankheiten treten neben dem Juckreiz auch Hautveränderungen auf, zum Beispiel Ausschlag, Schuppen und/oder Quaddeln. Diabetes mellitus kommt als Ursache für trockene Haut ebenfalls infrage.

Bakterien- und Pilzinfektionen

Auch Bakterien und Pilze, die über die Haut in den Körper gelangen, sind häufig für den Juckreiz verantwortlich. Besonders betroffen sind Menschen mit einer geschwächten Hautschutzbarriere, wie sie zum Beispiel bei Neurodermitis Betroffenen vorliegt. Hier haben es die Erreger besonders leicht,  in die Haut einzudringen.

Infektionskrankheiten, die besonders bei Kindern weit verbreitet sind, sind Masern und Windpocken. Das Gemeine bei diesen Krankheiten ist, dass sich die Auslöser für den Juckreiz über den Blutkreislauf im gesamten Körper verteilen und so die bekannten Pusteln überall am Körper entstehen können.
Ein Hautjucken in der Genitalregion in Zusammenhang mit Ausfluss oder Bläschenbildung deutet häufig auf eine bakterielle Infektion hin und sollte vom Gynäkologen bzw. Urologen untersucht werden. In Frage kommen zum Beispiel Chlamydien oder Pilzbefall.

Chronischer Juckreiz kann ein Begleitsymptom von Krankheiten sein

Als chronisch wird Hautjucken dann eingestuft, wenn er über einen Zeitraum von mindestens 6 Wochen dauerhaft auftritt. Dies ist bei einigen Hautkrankheiten wie Neurodermitis der Fall. Aber auch bei Krankheiten der inneren Organe kann es auf der Haut jucken. Ein Pruritus kann zum Beispiel ein Nieren- oder Leberleiden anzeigen oder ein erstes Anzeichen für einen Tumor sein. Des Weiteren kann der Auslöser auch neurologischer Natur sein oder in Verbindung zu einer psychischen Erkrankung stehen. Daher sollte ein chronischer Juckreiz, dessen Ursache nicht klar ist, immer gemeinsam mit einem Arzt abgeklärt werden, um die beste Therapie bzw. Behandlung einzuleiten.

Die Suche nach dem Auslöser für Hautjucken

Achten Sie auf Hautveränderungen wie Schwellungen, Trockenheit oder Bläschen auf der Haut und in welchem Zusammenhang diese auftreten. Werden diese zum Beispiel durch den Kontakt mit Wasser verstärkt oder wenn Sie bestimmte Nahrungsmittel zu sich nehmen? Können Kosmetikprodukte wie Deos oder Seifen der Auslöser sein? Leiden Sie unter Allergien oder bestimmten Erkankungen? Vertragen Sie bestimmte Medikamente nicht?

Sind die Auslöser identifiziert sollten Sie den Kontakt mit diesen Reizstoffen vermeiden.

Können Sie den Auslöser des Juckreiz einem äußeren Einfluss zuordnen (z.B. Insektenstich, Sonnenbrand, allergische Reaktion) und breitet sich dieser nicht aus, können Sie davon ausgehen, dass der Juckreiz nach kurzer Zeit von alleine wieder verschwindet. Gegen das akute Jucken können Sie mit unseren Tipps Abhilfe schaffen.

Ist der Auslöser des Juckreizes nicht bekannt oder breitet sich dieser aus, sollten Sie Ihren Hautarzt konsultieren.


So lässt sich Hautjucken in den Griff bekommen

  • Auch bei starkem Juckreiz nicht Kratzen! Kratzen, so verlockend es auch erscheinen mag, sollten Sie in jedem Fall versuchen zu vermeiden. Es sorgt in der Regel nur für eine kurze Erleichterung und schädigt außerdem die Haut zusätzlich. Der Juckreiz kehrt meist noch stärker zurück. Lesen Sie hierzu auch unseren Ratgeber zum Thema Juckreiz Jo-Jo. Wenn Sie es gar nicht mehr aushalten, versuchen Sie es lieber mit leichtem Klopfen oder Kneifen der Haut.
  • Tragen Sie leichte, atmungsaktive Baumwollkleidung, die nicht auf der Haut reibt und Sie nicht ins Schwitzen bringt.
  • Ein ständiger Juckreiz kann auf die Psyche schlagen, aber auch umgekehrt kann die psychische Verfassung einen Juckreiz fördern. Vermeiden Sie daher stressige Situationen und nutzen Sie Entspannungstechniken wie z.B. Yoga. Lesen Sie hierzu auch unseren Ratgeber Stress abbauen um die Haut bei Neurodermitis zu stärken.
  • Trockene Haut ist anfällig für Juckreiz. Sie benötigt daher viel Feuchtigkeit und rückfettende Substanzen, um sich zu beruhigen. Nutzen Sie ausschließlich milde Duschgele, die auf aggressive Duft- und Farbstoffe verzichten. Außerdem können feuchtigkeitsspendende Lotionen Ihrer Haut gut tun. Bei sehr trockener, rissiger Haut empfiehlt sich die Anwendung von rückfettenden Salben, wie der noreiz Hautberuhigenden Intensiv-Salbe.
  • Bei Insektenstichen oder Sonnenbränden helfen kühlende Umschläge, den Juckreiz zu lindern. Wem dieser Effekt nicht ausreicht, der sollte zu speziellen Salben und Cremes mit juckreizhemmenden Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel Panthenol oder Nachtkerzenöl, greifen. Wir empfehlen als Alternative zu kortisonhaltigen Produkten das noreiz Hautberuhigende Akut-Spray, welches den Juckreiz unmittelbar lindert.
  • In besonders schweren Fällen von Juckreiz helfen manchmal aber nur noch kortisonhaltige Produkte oder Antihistaminika in Medikamentenform. Diese Produkte sind in der Regel allerdings verschreibungspflichtig und sollten nur in Abstimmung mit Ihrem Arzt für einen möglichst kurzen Zeitraum verwendet werden.
  • Leiden Sie an Neurodermitis oder Schuppenflechte, dann treten bei Ihnen vermutlich in regelmäßigen Abständen Reizschübe auf, die starken Juckreiz mit sich bringen. In diesem Fall sollten Sie versuchen, die beschwerdefreien Phasen mit Hilfe von hautberuhigenden Pflegeprodukten solange wie möglich aufrecht zu erhalten. Hier empfehlen wir Ihnen die dauerhaft vorbeugenden medizinischen Hautpflegeprodukte von noreiz. Die Produkte enthalten den patentierten noreiz Wirkkomplex mit Thiocyanat. Sie regenerieren und stärken die natürliche Hautschutzbarriere und verschaffen so Ihrer Haut die nötige Ruhe.

So ganz vermeiden kann man das gelegentliche Auftreten von Hautjucken vielleicht nicht immer. Wenn Sie aber die Auslöser identifizieren können und in der Lage sind, mit den richtigen Mitteln den Juckreiz zu lindern, so lässt es sich doch ganz gut damit leben.

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Verschaffen Sie Ihrer Haut die Ruhe, die sie braucht!

Ihr noreiz-Team