Neurodermitis & Ostern feiern – So gelingt es ohne Juckreiz

Freuen Sie sich auch schon auf Ostern? Und dann bestimmt auch auf die leckeren Schokoladenhasen? Richtig? Aber gerade diese ganzen Leckereien können vor allem bei Neurodermitis- und Allergiker-Geplagte unerwünschte Reaktionen wie starken Juckreiz hervorrufen. Wie Sie sich trotzdem auf ein gelungenes Osterfest freuen können, erfahren SIe im neuen noreiz Ratgeber.
Ostern feiern mit Neurodermitis ohne Juckreiz - noreiz Hautpflege

Wie jedes Jahr wächst vor allem die Vorfreude bei Kindern, wenn Ostern nicht mehr weit ist. Das Fest verspricht neben Spaß und dem Zusammensein mit der Familie aber auch erhöhte Risiken bei Allergikern. Dabei helfen einige Tipps, allergische Reaktionen und andere störende Faktoren zu vermeiden, damit das Osterfest zu einem gelungenen Ereignis wird – ganz ohne Juckreiz– oder Neurodermitis-Schub.

1) Oster-Stress vermeiden

Stressfreies Fest

Hohe Erwartungen und Perfektionismus bergen die Gefahr, dass die Entspannung während der Festtage zu kurz kommt. Damit der Stress die Feiertage nicht ruiniert, können einige Maßnahmen getroffen werden. Besonders wichtig ist vor allem die richtige Planung des Festes. Anstatt eines 5-Gänge-Menüs sollte die Zeit lieber mit der Familie genutzt werden. Die Versorgung kann auch durch ein Catering erfolgen. Darüber hinaus sollten heikle Themen während des Festes vermieden werden. Damit die Harmonie gewahrt bleibt, ist es empfehlenswert, lieber auf andere Gesprächsthemen zurück zu greifen. Dasselbe gilt für misslungene Speisen und weitere “Katastrophen”. Schuldzuweisungen und Ärgernis führen nur zu schlechter Stimmung, können die zersprungenen Teller aber auch nicht wieder reparieren. Nehmen Sie Missgeschicke gelassen und freuen Sie sich auf das Beisammensein mit Ihrer Familie- da ist schlechte Laune selten zu gebrauchen.

Oster-Spaziergang

Nach einem deftigen Essen sind Spaziergänge während der Feiertage nicht unüblich. Sobald der April mit ersten Sonnenstrahlen lockt, ist es an der Zeit, diese auch zu nutzen. Der Winter hat meistens Spuren auf der Haut hinterlassen. Die niedrigen Temperaturen und trockene Heizungsluft sind oft für angespannte Hautpartien verantwortlich. Dabei streicheln UV-Strahlen nicht nur die Seele, sondern auch die Haut. Deswegen sollten die Feiertage bei gutem Wetter definitiv für einen Spaziergang genutzt werden. So kann die Psyche als auch der Körper von den natürlichen Begebenheiten profitieren.

Hautpflege nicht vergessen

Gerade bei den ersten Frühlingsspaziergängen sollte die Hautpflege nicht außer Acht gelassen werden. Achten Sie auch bei geringem Sonnenschein auf ausreichend UV- Schutz, um Sonnenbrand zu vermeiden. Die Frühlingssaison bedeutet eine Umstellung für die Haut. Durch die lockerere Kleidung kann die Haut besser atmen und die Talgproduktion nimmt zu. Der Zustand der Haut verändert sich und die Hautpflege der neurodermitischen Haut muss neu abgestimmt werden. Generell braucht neurodermitische Haut täglich eine feuchtigkeitsspendende Pflege. Feuchtigkeit ist gerade im Frühling wichtig, denn zu fetthaltige Cremes können dann nur schlecht aufgenommen werden und Entzündungen können sich unter einen Fettfilm verstärken.

2) Ernährung über Ostern

Allergiefrei naschen

Wie alle ihre Freunde freuen sich auch Kinder mit Neurodermitis über ein gefülltes Osterkörbchen. Dabei ist hier größere Vorsicht geboten, weil Kuhmilch, Nüsse oder Weizen neurodermitische Schübe begünstigen können. Deswegen sollte so eine neurodermitische Neigung bekannt ist, zu Süßigkeiten gegriffen werden, die keine Allergene aufweisen. Dafür ist es unter Umständen notwendig, einen Bioladen aufzusuchen. Hier finden sich Osterhasen aus Reismilchschokolade, milch- und zuckerfreier Schokolade, glutenfreie Kekse und generell viele Leckereien ohne Kuhmilch und Nüsse. Aber auch Ostereier aus Traubenzucker oder Weingummi sind für Allergiker neue Alternativen. Bevor zu den bunten Verpackungen gegriffen wird, sollten zunächst immer die Inhaltsangaben betrachtet werden. Innerhalb der EU sind Hersteller dazu verpflichtet, sämtliche Allergene zu deklarieren.

Ei-Allergie beachten

Eier finden sich in zahlreichen Lebensmitteln wieder und sind gerade beim Osterfest kaum wegzudenken. Dabei lösen gerade sie bei vielen Menschen Allergien aus. Ausschlaggebend ist vor allem das Protein, welches sich im Eiweiß oder Eigelb befindet. Hinsichtlich von Neurodermitis stellen allergische Reaktionen gegen Ei eine einen der häufigsten Gründe für Beschwerden dar. Deswegen sollte bei einer bestehenden Neurodermitis ein Arzt bezüglich eines Allergietests gegen Eier konsultiert werden. Wurde diese verifiziert, muss zugunsten von Juckreiz und Ekzemen auf Eier verzichtet werden. Bei Kindern mit einer Ei-Allergie kann davon ausgegangen werden, dass sich diese im weiteren Verlauf mildert. Dennoch existieren heutzutage bereits zahlreiche Ersatzprodukte, die das Backen von Kuchen und Keksen auch ohne Eier ermöglichen.

Ostereier natürlich färben

Wenn das Färben der Eier ansteht, sollten die Farben kontrolliert werden. Oftmals bestehen diese aus Farbstoffen, die das Potenzial verfügen, bei empfindlichen Personen allergieähnliche Reaktionen zu verursachen. Mit besonderer Vorsicht müssen die Farben E 122 und E 151 betrachtet werden. Sie können zum einen an Hautrötungen und Juckreiz, zum anderen auch an Neurodermitis-Schüben schuld sein. Die Farbe gelangt unter die Eierschale und wird somit über den Magen aufgenommen. Vor allem Kinder können auch während des Färbens in stärkeren Kontakt mit den Stoffen geraten, beispielsweise durch das Ablecken der Finger. Damit die möglichen Beschwerden nicht auftreten, empfiehlt es sich auf Naturfarben zu greifen. Hierfür bieten sich Elemente des alltäglichen Lebens an wie Rote-Beete-Saft, Zwiebeln oder Spinat.