Seborrhoisches Ekzem

Menschen, die von einem seborrhoischen Ekzem betroffen sind, nehmen fettige Schuppen auf dem Kopf wahr, die sich mit normalen Shampoos einfach nicht in den Griff bekommen lassen. Im Unterschied zu trockenen Schuppen sind bei fettigen Schuppen noch mehr gerötete Bereiche zu erkennen. Die Entzündungen der Kopfhaut sind der Grund, warum das seborrhoische Ekzem bzw. die seborrhoische Dermatitis auch Juckreiz auslösen kann.  

Fettige Schuppen und Juckreiz: Symptome des seborrhoischen Ekzems. Der Begriff „seborrhoisch“ bedeutet „die gesteigerte Talgproduktion betreffend“.

In Kürze

  • Das seborrhoische Ekzem verweist am Anfang auf eine Störung des Hauterneuerungsprozesses.
  • Allergene bzw. Reizsstoffen passieren die geschwächte Hautschutzbarriere.
  • Bei einer Entzündungsreaktion wird das Ekzem sichtbar: Hautrötung, Bläschenbildung, Verkrustung und Schuppen – insbesondere auf der Kopfhaut.
  • Ohne Behandlung heilt das seborrhoische Ekzem nur schwer ab.

Seborrhoisches Ekzem: Ursachen und Auslöser

Nach Expertenschätzungen verfügt etwa die Hälfte aller erwachsenen Menschen über eine genetische Veranlagung für das seborrhoische Ekzem, was aber nicht bedeutet, dass es zwangsläufig zu einer Erkrankung kommt.

Das seborrhoische Ekzem entsteht, wenn die Zellerneuerung in Haut schneller als normal abläuft. Abgestoßene Hautzellen kleben aneinander und bilden sichtbare Schuppen. Das seborrhoische Ekzem kommt zur vollen Entfaltung durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren:

Verstärkte Talgdrüsen-Aktivität

Hauttalg aus den Talgdrüsen enthält Fette und Proteine, welche unsere Haut vor Austrocknung schützen. Die Hautbereiche Gesicht, Kopfhaut und Brust verfügen über die meisten Talgdrüsen. Eine erhöhte Produktion von Hautfetten (Seborrhö) fördert das Wachstum und die Vermehrung von lipohilen, d.h. fettliebenden, einzelligen Hefen, Malassezia-Hefen.

Gestörte Hautflora

Malassezia-Hefen gehören zur normalen Hautflora und kommen somit bei allen Menschen vor. Mit Hilfe eines Enzyms können sie Hautfette verarbeiten, wobei Fettsäuren freigesetzt werden, welche dazu beitragen, die Hautschutzbarriere zu stärken.

Das Problem: Eine erhöhte Talgproduktion führt zur Vermehrung dieser Hefen, deren Stoffwechselprodukte bei einer gestörten Hautschutzbarriere in tiefere Hautschichten eindringen und Entzündungen provozieren können. Untersuchungen zeigen: Je größer die Menge der Hefen desto größer der Schweregrad des seborrhoischen Ekzems.

Beschädigte Hautschutzbarriere

Die nach außen abschließende Schicht der Epidermis (Oberhaut) wird als Hornschicht (Stratum corneum) bezeichnet. Dort befinden sich Hornzellen (Korneozyten), die von Fetten umgeben, fest miteinander verbunden sind und die Hautschutzbarriere bilden.

Veränderungen in der Zusammensetzung dieser Fette oder in der Entwicklung der Hornzellen (beschleunigte Zellerneuerung) schwächen die Hautschutzbarriere. In der Folge kommt es zum Verlust von Feuchtigkeit über die Haut. Außerdem können Allergene bzw. Reizstoffe leichter in den Organismus eindringen.

Geschwächtes Immunsystem

Auch der Zustand des zentralen Nerven- und des Immunsystems scheint bei der Ausbildung des seborrhoischen Ekzems von Bedeutung zu sein. Offenbar reagieren Personen mit geschwächtem Immunsystem auf freigesetzte Malassezia-Stoffwechselprodukte sowie auf eindringende Bakterien in der Haut noch heftiger.


Seborrhoisches Ekzem: Symptome

Das seborrhoische Ekzem äußert sich in Form von Hautrötung, Bläschen, Krusten und gelblich, fettigen Schuppen. Betroffen sind vor allem Bereiche mit starker Talgproduktion wie Kopfhaut und die darin befindlichen Haarfollikel.

Bei den meisten Patienten findet eine vermehrte Hautschuppung statt, andere leiden unter einer Entzündung der Haut – oder an beidem. Der einsetzende Juckreiz kann das Hautbild kontinuierlich verschlechtern, wenn durch Kratzen die geschwächte Hautoberfläche verletzt wird.

Nicht selten wird das seborrhoische Ekzem auf der Kopfhaut von einem entzündungsbedingten diffusen Haarausfall begleitet, der aber reversibel ist.

Seborrhoisches Ekzem: Behandlung und Therapie

Die Ursachen eines seborrhischen Ekzems sollten auf jeden Fall beim Hautarzt abgeklärt werden. In den meisten Fällen wird die Behandlung dann langfristig angelegt. Ziel ist es, die Talgproduktion zu reduzieren, die Besiedlung der Kopfhaut mit Malassezia-Hefen durch topische Antimykotika zu vermindern, aber auch die Entzündungen zu kontrollieren.

noreiz Wirkkomplex mit Thiocyanat

Um Entzündungen und Juckreiz in den Griff zu bekommen, hat sich der patentierte noreiz Wirkkomplex mit Thiocyanat bewährt. Wird das noreiz Anti-Juckreiz Akut-Spray direkt auf die Kopfhaut gesprüht, werden Hautreizungen fühlbar schnell – ohne zu fetten – gelindert.

Für eine dauerhafte Pflege und für die Behandlung gereizter Kopfhaut ist eine sanfte Pflege mit dem noreiz Hautberuhigenden Pflege-Shampoo von Vorteil. Thiocyanat reguliert und stimuliert den Stoffwechsel der Hautzellen. Befindet sich die Kopfhaut im Gleichgewicht, wird das gesunde Haarwachstum gefördert, Haarausfall vermieden. Die noreiz Hautberuhigende Pflege-Dusche kommt anderen  empfindlichen und gereizten Hautbereichen zugute.



Quellen

Seborrhoische Dermatitis des Erwachsenen – Fachbereich Dermatologie – Altmeyers Enzyklopädie

S2-Leitlinie Psychosomatische Dermatologie (Psychodermatologie) der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG). (Stand 2006)

Katrin Decker: Das seborrhoische Ekzem – Ein Spannungsfeld in der Dermatologie, Dissertation